Borkenkäfernetze - Forstschutzaktion Mitten im Innviertel

Der nur vier Millimeter kleine Käfer richtet enorme Schäden in den Wäldern an. Aufgrund der zunehmenden klimatischen Erwärmung werden Fichten immer stärker vom Borkenkäfer befallen. Es ist zu erwarten, dass die heurige Borkenkäferplage besonders groß wird.

Die kranken beziehungsweise toten Fichten führen zu größeren Mengen geschlägertem Holz. Die Sägewerke haben jedoch aufgrund der Borkenkäferhölzer der Vorjahre kaum mehr Lagerkapazitäten. Durch die COVID 19-Krise spitzt sich die Lage zu: Viele Sägewerke mussten die Produktion vorübergehend einstellen oder drastisch reduzieren.

Viele Waldbesitzer lagern daher das befallene, geschlägerte Holz in ihren Wäldern. Mit Borkenkäfernetzen soll verhindert werden, dass sich der Borkenkäfer stark vermehrt und weitere Waldbestände zerstört. Die Erfolge sind bereits spürbar, betont Stephan Rechberger, Forstberater BBK Ried Schärding: „Dank der raschen Abwicklung der LEADER-Förderung konnten schon einige Storanets vor Beginn des Käferfluges eingesetzt werden. Dadurch wurde eine Weiterverbreitung des Borkenkäfers effektiv verhindert. Ein Käferbaum weniger im Frühjahr kann bis zu 400 Käferbäume weniger im Herbst bedeuten“.

Netze sind noch verfügbar! Interessierte können sich beim örtlichen Waldhelfer oder Forstberater der Landwirtschaftskammer Ried-Schärding melden. „Durch die Unterstützung von LEADER und des Waldverbandes OÖ können die Netze von Waldbesitzern in der LEADER-Region Mitten im Innviertel gratis ausgeborgt werden“, betont Rechberger.

Dank des nachhaltigen Projekts von Landwirtschaftskammer und Waldverband OÖ sollen große Waldgebiete im Innviertel erhalten bleiben. Diese nehmen weiterhin Kohlenstoffdioxid auf, produzieren Sauerstoff und tragen so zum gesunden Klima bei.

Fotorechte: LK Ried Schärding

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