Gedenktafel Utzenaich

Projektbeschreibung

Kurzbeschreibung:

1944: Errichtung eines Kinderheimes in der Ortschaft Wilhelming für die Kinder der vorwiegend polnischen Zwangsarbeiterinnen. Denn Arbeiterinnen sollten möglichst rasch wieder ihrer Arbeit nachgehen. Im Kinderheim war weder die gesundheitliche Betreuung gegeben noch hatten die Kinder genügend zu essen. Eine Versorgung erfolgte mit Trinkwasser, das nachweislich nicht geeignet war. 34 Kinder verstarben nach wenigen Monaten. Bis heute ist dieses Kapitel in der Geschichte Utzenaichs nur am Rande erwähnt worden. Im Buch "der Nationalsozialismus im Bezirk Ried", von Gottfried Gansinger, ist dem fremdvölkischen Kinderheim in Utzenaich ein eigenes Kapitel gewidmet. In seinen Recherchen konnte er die Namen der verstorbenen Kinder herausarbeiten. Ziel der Personeninitiative: für die Kinder am Friedhof ein eigenes Denkmal erreichten.  

Ausgangssituation:

Erstmalige öffentliche Erwähnung des Fremdvölkischen Kinderheimes im Utzenaicher Gemeindebuch 1990. Lange wurde über dieses traurige Kapitel in der Geschichte nicht gesprochen. Konsulent Gottfried Gansinger stieß in seinen Recherchen zum 2016 erschienen Buch „Der Nationalsozialismus im Bezirk Ried“  wieder auf das Thema. Schon in der Buchpräsentation in Ried wies er darauf hin, wie wichtig ein Andenken für die verstorbenen Kinder ist. Dieses Vorhaben hat viele Befürworter gefunden. Auch in der Gemeinde Utzenaich wurde im Frühjahr 2018 ein Gesprächsabend zum Thema gemacht. Dieser Abend war nicht nur sehr gut besucht, es hat auch sehr viel Zuspruch gegeben, das Projekt eines Denkmals weiter zu verfolgen. Auslöser waren: ein großer Zuspruch und zum anderen die restlose geschichtliche Aufarbeitung des Themas.

Zielgruppen:

Das Projekt soll von allen Interessierten besucht werden. Schon in der Ankündigung eine große mediale Aufmerksamkeit. Das Denkmal kann von Schulklassen ebenso besucht werden wie auch von hinterbliebenen Verwandten. Eine Familie aus Polen hat bereits Interesse bekundet.

Ziele:

Mit dem Projekt soll auf dieses Kapitel der Geschichte in Utzenaich hingewiesen werden. Es soll aufrütteln, welche grausamen Handlungen von den Nazis gemacht wurden. Die Bevölkerung und alle Interessierten sollen erinnert werden. Das Projekt trägt zum einen dazu bei, dass dieser Teil der Geschichte nicht vergessen wird und zum anderen wird den Kindern das zurückgegeben, was sie in der Kürze ihres Lebens nicht hatten, nämlich ihre Würde.

 

Maßnahmen / Projektumsetzung:

Eine beauftragte Firma errichtet die Gedenktafeln. Anschließende Eröffnung und Segnung des Denkmals.

Ergebnisse & Wirkungen:

- Positiver Umgang mit der Geschichte, sich gegen das Vergessen aussprechen.

- Nach Fertigstellung des Denkmals gibt es eine   Eröffnungsfeier.

- Das Kapitel des o.a. Buches „Fremvölkisches Kinderheim in Utzenaich, Wilhelming hat entsprechende Außenwirkung.

Projektinfo

Projektträger:

Personenvereinigung Günther Lengauer, Konrad Flotzinger, Christine Binder,Andreas Ott und Franziska Mayrleitner, Sprecher: Mag. Günther Lengauer

 

Projektstatus:

UMGESETZT

 

Projektlaufzeit:

24.09.2018 – 27.10.2018

 

Projektkosten:

€ 5.682,-

 

Förderprozentsatz und -mittel:

80 % / Mittel aus EU, Bund, Land OÖ (LEADER)

Projektvideo:

Impressum